Tobias Reithmeier
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Maker · 3D-Druck & Smart Home

Bauen, drucken, vernetzen.

Mein liebstes Spielfeld zwischen Technik und Handwerk - von der kleinen Geschenkidee über funktionale Kleinserien bis zur vernetzten Smart-Home-Steuerung im eigenen Zuhause.

3D-Druck

Vom Modell zum Objekt

Vom Shop über individuelle Custom-Designs und Druckprojekte bis zur passenden Materialwahl.

Shop

Kein eigener Drucker? Kein Problem!

Gemeinsam mit einem Partner baue ich gerade den Shop Nerdwana mit Merchandise und Geschenkartikeln auf. Lieblingsstück nicht dabei? Custom-Designs und Kleinserien drucke ich auf Anfrage.

3D-Drucker bei der Arbeit

Leistungen

Was ich anbiete

Merch & Geschenke

Fertige Stücke aus dem Nerdwana-Shop - ideal für Nerds und alle, die es werden wollen.

Custom-Designs

Eigene Idee? Ich modelliere und drucke individuelle Objekte nach deinen Vorgaben.

Kleinserien

Mehrere Exemplare in gleichbleibender Qualität - auf Anfrage produziert.

Materialdatenbank

Eine offene Sammlung zu Filamenten und ihren Eigenschaften - für die richtige Materialwahl.

Aus der Werkstatt

Druckprojekte

Eine kleine Auswahl gedruckter Modelle - Designs der jeweils genannten Maker.

Gedruckte Mini-Getränkekisten als Batteriehalter

Battery Beer Crate

Design: CAD-Guy · Printables.com
Gedruckte grüne Krabbe als Stifthalter

Keepitcrab

Design: NagyBig · Printables.com
Gedruckte goldene Stadt in einer Mondschale

Moon City 2.0

Design: Kijai · Printables.com

Materialdatenbank

Das richtige Filament wählen

Eine kompakte Übersicht der gängigsten Druckmaterialien mit ihren Stärken, typischen Einsatzgebieten und üblichen Temperaturbereichen. Die Temperaturen sind Richtwerte - sie variieren je nach Hersteller und Drucker.

MaterialEigenschaftenTypischer EinsatzDüse / Bett
PLAPolylactid Umweltfreundlich & biologisch abbaubar, sehr einfach zu drucken. Prototypen, Deko, einfache mechanische Teile. ~190-220 °C / 50-60 °C
PETGPET-Glykol Gute Balance aus Festigkeit & Flexibilität, feuchtigkeits- und chemikalienbeständig. Technische & funktionale Anwendungen. ~230-250 °C / 70-85 °C
ABSAcrylnitril-Butadien-Styrol Hohe Festigkeit & Schlagzähigkeit, temperaturbeständig. Funktionale Prototypen, mechanische Teile, Gehäuse. ~230-250 °C / 90-110 °C
TPUThermoplast. Polyurethan Hohe Flexibilität & Elastizität, gute Verschleißfestigkeit. Flexible Teile, Schutzhüllen, Dichtungen. ~210-230 °C / 30-50 °C
NylonPolyamid (PA) Hohe Festigkeit & Verschleißfestigkeit, gute Chemikalienbeständigkeit. Mechanisch belastete Teile, Zahnräder, Lager. ~240-260 °C / 70-90 °C
PCPolycarbonat Sehr hohe Schlagzähigkeit & Temperaturbeständigkeit, optisch transparent. Robuste, lasttragende Teile. ~260-300 °C / 90-120 °C
ResinHarz (SLA/DLP) Feinste Details & glatte Oberflächen, UV-gehärtet. Schmuck, Dental, Miniaturen. UV-Härtung
HIPSHigh Impact Polystyrene Gute mechanische Eigenschaften, löslich in Limonen. Stützmaterial für ABS-Drucke. ~220-240 °C / 90-110 °C

Im Detail

Filamente im Detail: Vor- und Nachteile

Die vier Materialien, die bei mir am häufigsten auf der Spule stecken - was sie gut können, wo sie nerven und worauf beim Druck zu achten ist.

PLA: der unkomplizierte Standard

Polylactid ist das Material, mit dem fast alle anfangen - aus gutem Grund. Es druckt bei niedrigen Temperaturen, verzieht sich kaum und braucht weder geschlossenen Bauraum noch besondere Betthaftung. Geeignet für Deko, Figuren, Prototypen und einfache mechanische Teile im Innenraum.

  • Vorteile: sehr einfach zu drucken, kaum Verzug, große Auswahl an Farben und Varianten, geringe Geruchsentwicklung, günstig.
  • Nachteile: wird ab etwa 60 °C weich (Stichwort Auto im Sommer), spröder als PETG oder ABS, für Außeneinsatz und Dauerlast wenig geeignet.
  • Beim Druck beachten: Bauteilkühlung hoch, damit Überhänge und Details sauber werden; trocken lagern, sonst leidet die Oberfläche.

PETG: der Allrounder für funktionale Teile

PETG kombiniert brauchbare Festigkeit mit etwas Flexibilität und verträgt mehr Wärme als PLA. Geeignet für Halterungen, Behälter und funktionale Teile - auch draußen hält es deutlich länger durch als PLA.

  • Vorteile: zäher und temperaturbeständiger als PLA, beständig gegen Feuchtigkeit und viele Chemikalien, wenig Verzug.
  • Nachteile: neigt zu Fäden (Stringing), die glänzende Oberfläche zeigt jede Unsauberkeit, Überhänge und Brücken gelingen schlechter als mit PLA.
  • Beim Druck beachten: Rückzug und Temperatur gegen Stringing abstimmen, weniger Kühlung als bei PLA, Filament trocken halten. Auf glatten Druckplatten haftet PETG mitunter zu gut - ein Trennmittel schont die Oberfläche.

ASA und ABS: robust, aber anspruchsvoll

Beide sind schlagzäh und temperaturbeständig und damit erste Wahl für mechanisch belastete Teile und Gehäuse. ASA ist die UV-stabile Weiterentwicklung von ABS und für Teile im Freien die bessere Wahl.

  • Vorteile: hohe Festigkeit und Schlagzähigkeit, temperaturbeständig, gut nachzubearbeiten - ABS lässt sich mit Acetondampf glätten.
  • Nachteile: starker Verzug beim Abkühlen, ohne geschlossenen Bauraum kaum zuverlässig zu drucken, deutliche Geruchsentwicklung beim Druck.
  • Beim Druck beachten: geschlossener Bauraum und beheiztes Bett sind Pflicht, Zugluft vermeiden und den Raum gut lüften - am besten nicht dort drucken, wo sich jemand länger aufhält.

TPU: flexibel und zäh

TPU ist gummiartig elastisch und zugleich abriebfest. Geeignet für Dichtungen, Schutzhüllen, Dämpfer und alles, was sich biegen soll, ohne zu brechen.

  • Vorteile: hohe Elastizität, sehr gute Schichthaftung, unempfindlich gegen Stöße und Abrieb.
  • Nachteile: langsamer Druck, neigt zu Fäden, mit Bowden-Extrudern schwierig zu fördern, Stützstrukturen lassen sich schwer entfernen.
  • Beim Druck beachten: Tempo deutlich reduzieren, Rückzug klein halten, ein Direct-Drive-Extruder hilft; TPU zieht Feuchtigkeit und gehört trocken gelagert.

Smart Home

Das Zuhause, das mitdenkt

Bei mir läuft die Haussteuerung konsequent lokal - ohne Cloud-Zwang. Herzstück ist Home Assistant, das Geräte, Energie und Routinen zusammenbringt.

Home Assistant

Lokale Zentrale für alle Gewerke: Automationen, Dashboards und Routinen - datensparsam und unabhängig von fremden Clouds.

Modbus

Anbindung von Energietechnik per Modbus - Wechselrichter, Zähler & Co. direkt ausgelesen und gesteuert.

Lokale Gateways

Geräte laufen über lokale Gateways im eigenen Netz statt über Hersteller-Clouds - reaktionsschnell, datensparsam und auch ohne Internet verfügbar.

PV mit Steuerung

Eigene Photovoltaik mit aktivem Energiemanagement: Verbraucher laufen, wenn die Sonne den Strom liefert.

Projekt

Wärmepumpe am eigenen Bus

Als das Cloud-Gateway meiner LG Therma V ausfiel, kam ein ESP32 an die RS485-Klemme der Inneneinheit: Modbus statt Hersteller-Cloud. Seitdem liefert die Anlage ihre Werte lokal an Home Assistant - und deutlich mehr davon, als die Hersteller-App je gezeigt hat.

Anschluss

Ein ESP32-Board mit RS485-Wandler an der Klemme für Drittanbieter-Regler, geflasht mit ESPHome - Material für rund 35 Euro, keine Cloud, kein Konto.

Registerkarte

Die Anlage folgt keiner veröffentlichten Registerkarte - also wurde sie kartiert: 34 Datenpunkte, belegt über Scanner, Beobachtungsmodus und Physik-Abgleich, ohne je blind zu schreiben.

Kältekreis-Diagnose

Aus zwei Druckregistern und der Dampfdruckkurve von Propan entstehen Verdampfungs- und Kondensationstemperatur, Überhitzung und Temperaturhub - Werte, die sonst nur Servicetechnik sieht.

Kennzahlen

Strom je Heizgradtag, Verbrauch je Kelvin Speicherhub, Verdichterstarts pro Tag: ehrliche Effizienz- und Verschleißzahlen statt Bauchgefühl.

Liniendiagramm aus Home-Assistant-Daten: Warmwasser- und Vorlauftemperatur über 16 Stunden. Eine Warmwasserladung hebt den Speicher von 45,5 auf 60,2 Grad, der Vorlauf steigt kurzzeitig auf 67 Grad; über Nacht sinkt die Speichertemperatur langsam auf 53 Grad
Eine Warmwasserladung und die Auskühlung über Nacht - aufgezeichnet über den lokalen Bus

Firmware, Registerkarte, Hardware-Doku und ein fertiges Dashboard liegen offen auf GitHub. Die ganze Geschichte - vom Gateway-Ausfall bis zur Diagnose - erscheint ab Mitte August als Serie im Blog. Und weil es um eine Heizungsanlage geht: Arbeiten an der Inneneinheit können Garantie und Gewährleistung berühren und geschehen auf eigene Verantwortung.

Kontakt

Druckidee im Kopf?

Erzähl mir davon - gemeinsam machen wir etwas Greifbares daraus.