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Sudoku Pro: Rätsel und Trainer
Ich spiele seit Jahren Sudoku und habe mich lange genug über Apps geärgert, die zwischen zwei Zügen Edelsteine verkaufen wollen. Also habe ich selbst eine gebaut. Sudoku Pro: Rätsel und Trainer läuft auf iPhone und iPad und richtet sich an alle, die in Ruhe rätseln wollen, vom ersten 4x4-Gitter bis zum Expert-9x9. Seit Version 4 gibt es Killer-Sudoku, Samurai-Sudoku und die Zeitungsausgabe für das iPad. Version 5 bringt einen Lernpfad durch 20 Techniken, und die Anleitung zeigt zu jeder ein Beispiel, Übungsrätsel und den eigenen Stand.
So sieht das aus
Hinweise, die eine Technik nennen
Die meisten Apps verraten als Hinweis einfach die nächste Zahl. Das macht das Rätsel kleiner, aber niemand lernt etwas dabei. Sudoku Pro nennt stattdessen die Technik, die an dieser Stelle weiterführt, vom Offenen Single bis zur XY-Chain, und zeigt sie direkt am eigenen Gitter. So versteht man mit der Zeit, warum eine Zahl an ihren Platz gehört, und muss nicht raten.
Ein Lernpfad durch 20 Techniken
Mit Version 5 bringt Sudoku Pro das Spiel auch Schritt für Schritt bei. Der Lernpfad führt durch 20 Techniken in vier Stufen, vom Offenen Single bis zur XY-Chain. Für Profi und Experte sind sieben Techniken dazugekommen, darunter Skyscraper, W-Wing und Unique Rectangle, und die Rätsel dort sind knackiger geworden. Wer einfach nur spielen will, schaltet das nie ein.
In der Anleitung sieht man, wo man steht. Zu jeder Technik zeigt sie ein Beispiel und den eigenen Stand: neu, gesehen, in Übung, gemeistert. Von dort startet ein Übungsrätsel, in dem man ohne genau diese Technik nur mit schwereren weiterkommt. Wer drei davon ohne Hilfen und ohne Fehler löst, hat die Technik gemeistert.
Die Hinweise kommen in zwei Schritten: erst ein Anstoß wie „Schau in Zeile 3“, auf Wunsch dann die Technik mit Namen und ihrem Muster auf dem Brett. Ein Hinweis kann auch direkt in den Trainer führen, der die Technik Zug für Zug am eigenen Raster erklärt. Nach dem Sieg zeigt ein Steckbrief, welche Techniken im Rätsel steckten, wo Tipps nötig waren und welche Technik sich als Nächstes zum Üben anbietet.
Killer und Samurai
Beim Killer-Sudoku kommen Käfige mit Summen dazu: kleine Zahlen an jeder gestrichelten Gruppe, die deren Ziffern ergeben müssen. Die App rechnet mit und zeigt sofort, ob eine Summe noch aufgeht. Ein Fehler fällt auf, solange er noch ein Fehler ist und kein halbes Rätsel. Killer gibt es auf iPhone und iPad, als 6x6 für den Einstieg und als 9x9.
Samurai-Sudoku ist das große Format: fünf überlappende 9x9-Raster, zusammen ein Rahmen aus 21x21 Feldern. Wo sich die Raster überlappen, zählt eine Ziffer in zwei Rätseln zugleich. Das braucht Fläche, deshalb gibt es Samurai nur auf dem iPad.
Die Zeitungsausgabe auf dem iPad
Auf dem iPad ist Sudoku Pro seit Version 4 eine Zeitung: Titelseite, Almanach und eine eigene Typografie statt eines gestreckten iPhone-Layouts. Wer das gewohnte Bild lieber mag, schaltet jederzeit auf das klassische Layout zurück.
Auf der Titelseite steht eine Spalte aus der Anleitung: Jeden Tag erklärt sie eine andere Technik, mit denselben Erklärungen, die auch der Trainer zeigt. Die Anleitung selbst ist auf dem iPad als Zeitungsseite gesetzt, mit Beispielbrett, dem eigenen Stand und den Übungsrätseln zu jeder Technik.
Dazu kommt der Stiftmodus: Die Tastatur klappt weg, das Brett bekommt den Platz. Ein Doppeltipp auf ein Feld oder langes Drücken öffnet das Zahlenfeld, ein kurzer Tipp setzt eine Notiz. Die Eingabe bleibt Tippen, nur ohne dass ständig eine Tastatur auf dem Bildschirm steht.
Zeitungsausgabe, Stiftmodus und Samurai-Sudoku gibt es nur auf dem iPad. Lernpfad, Anleitung und Killer laufen auf beiden Geräten, und das iPhone behält sein gewohntes Layout.
Einmal zahlen, nichts verlässt das Gerät
Die App kostet einmalig etwas und danach nie wieder: kein Abo, keine In-App-Käufe, keine Werbung. Ich wollte meinen Kaffee und ein Sudoku, nicht noch einen Dauerauftrag.
Deshalb läuft alles offline. Jedes Rätsel wird direkt auf dem Gerät erzeugt, ist einzigartig und garantiert lösbar. Spielstände bleiben da, wo sie entstehen: auf dem iPhone oder iPad. Getrackt wird nichts.
Einstieg mit Trainer und kleinen Gittern
Für den Anfang gibt es 4x4- und 6x6-Gitter. Eingebaut habe ich sie, um mit meinen Kindern zu spielen, sie funktionieren aber für alle, die Sudoku gerade erst kennenlernen. Der Trainer erklärt die Logik am aktuellen Rätsel statt an einem vorgefertigten Beispiel. Und wer erst ohne App reinschnuppern möchte: Unter Sudoku spielen liegen 60 Rätsel, die direkt im Browser laufen.
Designs, Erfolge und der Rest
Elf Designs stehen zur Wahl, darunter „Zeitung“ und das gemalte „Filzstift“, und für das Brett gibt es ein helles Erscheinungsbild. 15 Erfolge und die Bestserie liegen in der App selbst, ohne Anmeldung. Geblieben sind das Tagesrätsel mit Serie und Kalender, die Notizen für schwierigere Gitter und das Zeitraffer-Video der eigenen Lösung zum Teilen.
Zur Barrierefreiheit gehören VoiceOver, Dynamic Type auf dem Brett, ein Design mit hohem Kontrast, abschaltbares Haptik-Feedback und eine Punktnotation für Notizen. Und wer täglich rätseln möchte, lässt sich zur selbst gewählten Uhrzeit erinnern. Wie es zu der App kam, steht im Blogbeitrag; was ich sonst noch baue, unter Apps.
Passend dazu
Sudoku Pro: Rätsel und Trainer gibt es im App Store, als einmaliger Kauf ohne Abo.